Urlaub in der Wiege Europas

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Die Geschichte Europas begann nicht in Brüssel oder Berlin, sondern auf Kreta (heute ca. 680.000 Einwohner) und auch nicht mit Haushaltsdebatten, sondern mit einer Liebesgeschichte. Der Sage nach verwandelte sich Göttervater Zeus in einen weißen Stier, um die schöne Europa zu verführen. Sie kletterte auf seinen Rücken. Zeus als Stier? © Robert B. Fishman, ecomedia Er schwamm mit ihr nach Kreta, wo er, wieder Mensch geworden, um ihre Hand anhielt. Mit Erfolg. Von dieser romantischen Geschichte kursieren viele Versionen. Sachlicher widmen sich die Geschichtsschreiber der Vergangenheit Kretas: Vor rund 5.000 Jahren entstand dort die erste Zivilisation unseres Kontinents: Die Minoer lebten relativ friedlich auf der Insel. Sie hatten weder Waffen noch Krieger, stattdessen eine mächtige Handelsmarine. Die exportierte Olivenöl und andere Leckereien, Kunst und Schmuck ins alte Ägypten und bis zu den Wikingern nach Skandinavien. Minoische Schönheiten. © Robert B. Fishman, ecomedia

Das archäologische Museum (Eintritt 6 Euro) in der Hauptstadt Heraklion zeigt die Schätze der Minoer: Amphoren, Schalen, Goldschmuck und Tonfiguren von fröhlicher Leichtigkeit. Mit zum Himmel erhobenen Händen schauen mich tönerne Frauen aus einem Glaskasten an. Manche tragen Kronen mit lustigen Figuren auf dem Kopf. Einige scheinen zu lächeln. Um mehr über diese untergegangene Kultur zu erfahren, nehme ich den Bus (Linie 2) nach Knossos, wo die einstige minoische Hauptstadt scharenweise Touristen anzieht. Ihre Metropole errichteten die findigen Leute vor 4.000 Jahren aus dem Kalkstein Kretas. Getreide und Oliven lagerten sie in nach Norden und Süden offenen Hallen. So liefert der stete Wind natürliche Kühlung. Die Reste der minoischen Hauptstadt Knossos auf Kreta. © Robert B. Fishman, ecomedia Dank dicker Mauern und tiefer Fundamente haben die Gebäude alle Erdbeben überstanden. Lange vor den Römern bauten unsere europäischen Vorfahren Leitungen, die frisches Wasser aus den Bergen brachten und eine Kanalisation. An den Wänden der teilweise nachgebauten Tempel erinnern Fresken an die Bilder aus dem antiken Ägypten, mit dem die Minoer eng zusammenarbeiteten. Minos nennt sich eine der Weinkellereien, die ihre Räume für Besucher geöffnet haben. Sie bieten Führungen und Verkostungen. Was nach der Weinproduktion von den Trauben übrig bleibt, wird zu „kretischer Medizin“ verarbeitet: Raki, eine Art Grappa aus Traubentrester, hilft angeblich gegen allerlei Leiden von Husten bis zum Liebeskummer. Töpfern für Anfänger. © Robert B. Fishman, ecomedia

Neben Wein sind Oliven das wichtigste Produkt der Insel. Kilometer ziehen sich Olivenhaine die Berge hinauf. „Flüssiges Gold“ nannte Homer einst das Öl. „Die Böden sind so gut hier. Da brauchen wir kaum Dünger“, erklärt mir eine junge Winzerin, die mit ihrer Schwester den Familienbetrieb übernommen hat. Schon ihr Großvater habe mit dem Bio-Weinbau begonnen. Zu trinken gibt es den kretischen Wein in fast jeder Dorftaverne und jedem Restaurant (Glas ca. 2 Euro). Dazu servieren die Wirte Vorspeisenteller (je 2,50 bis 3 Euro) mit Dolmades (gefüllten Weinblättern), griechischem Joghurt (mild und cremig) und Schnecken. Schnecken: Zum Puhlen ist der Löffel zu groß. Mit einer Kuchengabel geht es ganz leicht. © Robert B. Fishman, ecomedia Dorfbewohner sammeln die Tiere  auf ihren Feldern, kochen sie in Wasser und kredenzen sie in einer mit frischen Kräutern gewürzten Soße. Thymian, Oregano, Rosmarin und andere Gewürze wachsen in Gärten und oft auch wild am Straßenrand. Kunst am Bau: Straßenbild in Archanes. © Robert B. Fishman, ecomedia

Alle paar Kilometer weisen Modelle orthodoxer Klöster den Weg zum nächsten Heim frommer Mönche. In der Einsamkeit der bis zu 2.500 Meter hohen Berge boten sie Wanderern Schutz und Nahrung. In Agios Georgios Epanosofis klingen kräftige Männerstimmen aus der Kirche. Die schwere Holztür steht einen Spalt breit offen. Drinnen riecht es nach einer Mischung aus Weihrauch und Räucherstäbchen. Mönche in schwarzen Kutten beten. Abwechselnd singen sie dann Strophen in griechischer Sprache. Auf ihren Köpfen tragen sie Hauben. Ihre sonoren Stimmen füllen das mit zahlreichen Ikonen geschmückte Kirchenschiff. Das Kloster liegt auf einem Hügel über einer weiten, jetzt im Frühling saftig grünen Hochebene. Auf Wiesen grasen Schafe. Die Berge am Horizont tragen noch ihre weißen Winterkronen. Immer wieder überrascht mich Kreta mit solch magischen Bildern. Hochebene in Zentralkreta. © Robert B. Fishman, ecomedia

Für den letzten Tag miete ich mir ein Auto (35 bis 40 Euro pro Tag). Ich möchte in den kaum besiedelten Süden. Busse fahren nur bis in die Kreisstadt Mires. Wer weiter will, muss ein Taxi nehmen (Rund 80 Euro für die Strecke on Heraklion nach Lentas) oder den Schulbus. Der fährt ausschließlich an Werktagen. Esel-Trecking auf kretisch. © Robert B. Fishman, ecomedia An der Südküste stürzen die Berge fast senkrecht ins Meer. An die wenigen kleinen Orte am Wasser führen schmale, kurvige Serpentinen. Der strenge Winter hat tiefe Schlaglöcher im Asphalt hinterlassen. Nach knapp zwei Stunden kurviger Fahrt erreiche ich Lentas, ein Nest an der Steilküste des Südens. In fast jedem Haus vermieten die Bewohner Zimmer. Strand in Lentas. © Robert B. Fishman, ecomedia „Relax“ hat eine Israelin ihr Café mit Meerblick-Terrasse getauft. Sie spricht perfekt Deutsch, hat lange in Gütersloh gelebt. Ihren frischen Fisch kocht sie nach sefardischem Rezept (8,50 Euro, sehr lecker). Dazu gibt es Reis, geschmortes Gemüse, kretischen Wein und die einheimische Limonade „Lentas“. Unter der Terrasse donnern die Wellen gegen den schmalen Sandstrand. Zwei leuchtend blaue Sonnenschirme trotzen dem Wind. Nach Afrika ist es von hier näher als nach Athen. Europa scheint weit weg. alle Fotos: copyright: Robert B. Fishman, ecomedia

Alte Stadt der neuen Wohn-Würfel

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Heraklion. „Uninteressant“ sind die freundlicheren Kommentare, die ich vor meiner ersten Reise nach Kreta über die Insel-Hauptstadt Heraklion (Iraklion) gehört habe. Eine wirkliche Altstadt gibt es tatsächlich nicht. Viel sei angeblich abgerissen worden. Bauunternehmen hätten, so berichtet mir eine Kennerin des Landes, über Jahrzehnte Altbauten gekauft, abgerissen und neue Wohnblöcke auf den Grundstücken errichtet. Die Alt-Eigentümer bezahlten sie mit einer Wohnung in der neuen Anlage.

restaurierter Hafen

Die wenigen alten Prachtbauten wie das venezianische Fort, die Sankt Markuskirche und die Loge der Venezianer Venezianische Loggia

lässt die Stadt nachts festlich beleuchten. Niemand soll sie zwischen all den Würfelhäusern der letzten 40 Jahre übersehen. Meeresufer in Heraklion

Die „Waterfront“, also Uferpromenade, ist frisch renoviert und mit modernen Cafés und Restaurants bestückt. Der kleine Hafen, in dessen Wasser noch ein paar Fischerboote schaukeln nennt sich nun Marina und die meisten Straßen im Zentrum sind zur Fußgängerzone aufgestiegen. Sie bieten reichlich Platz für Stühle und Tische der Cafés, Bars und Restaurants. 

Bar in Heraklion bei Nacht

Vor allem am Wochenende sind sie gut besucht – trotz Wirtschaftskrise. Eine Griechin erklärt mir das vermeintliche Wunder von Heraklion: „Wir können doch nicht nur zu Hause sitzen, weil wir keinen Job und kein Geld haben. Wir müssen raus, unter Menschen.“ So tränken viele Cafébesucher an einem langen Abend nur einen griechischen Kaffee für 1,50 oder ein Glas Wein für 2 €. In Bars und Cafés sieht man vor allem junge Leute. In vielen Familien legten Eltern und Großeltern zusammen, damit die Jungen ausgehen können.

In einer kleinen Kneipe erzählt uns eine Einheimische mit ihren wenigen englischen Worten von ihrer Wohnung, die sie nun verkaufen müsse: 100 Quadratmeter Erdgeschoss in der Innenstadt, renoviert. Den Preis habe sie schon auf 84.000 Euro gesenkt. Dennoch finde sie keinen Käufer. Der Mittfünfzigerin scheint es nicht gut zu gehen. Blass ist sie, Ringe unter den müde wirkenden Augen. Morgen habe sie Geburtstag. Deshalb lädt sie uns ein, übernimmt die ganze Rechnung für sechs Ausländer und zwei Griechinnen vom Festland. Meinen Protest  lassen unsere beiden griechischen Begleiterinnen nicht gelten. Keine Chance. „Sie ist unsere Freundin und wäre tödlich beleidigt, wenn sie Euch nicht einladen darf.“ Gerne würde ich einer der beiden wenigstens Geld für ein Geburtstagsgeschenk geben. Ausgeschlossen, kommt nicht in Frage. Ihr seid eingeladen.

  nächtliche Straße

Fremdschämen ist angesagt für die vielen hämischen Sprüche, die deutsche Medien über „die faulen Griechen“ verbreiten, für die „wir zahlen müssen“. Das viele Geld, das sich die früheren Athener Regierungen geliehen haben, floss zu einem großen Teil zurück nach Deutschland: Reiche kauften gerne Mercedes, BMW und Audi. Und die Armee hat fleißig in deutschen Rüstungsschmieden eingekauft. Griechenland leistet sich (pro Einwohner gerechnet) die größte Armee in der EU.

„Since we cannot change reality, let us change the eyes which see reality.”
― Nikos Kazantzakis (Der Schriftsteller (Alexis Zorbas u.a.) ist in der Nähe von Heraklion geboren und aufgewachsen. Ein Museum erinnert an ihn.

Mehr Infos zu Griechenland und deutsch-griechische Begegnungen gibt es in beiden Sprachen auf dem diablog

Priority Fliegen

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Heraklion. Schon vor Saisonbeginn zeigt sich am Flughafen die Kehrseite der Billigflüge. Für Condor ist ein normaler Schalter und einer für Priority Check-In geöffnet. Die Schlange reicht durch die ganze Halle bis vor den Eingang. Draußen landen Busse immer neue Reisegruppen an.

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In der Halle spricht eine junge Frau in blau-weißer Uniform die Wartenden an. „Möchten Sie für 12 Euro Priority-Check-In.“ Meine Frage nach den Details beantwortet sie routiniert: An der Warteschlange vorbei einchecken, an allen vorbei durch die Security und – auf Wunsch – als erstes ins Flugzeug. Am Ziel kommt der Koffer als erstes am Gepäckband an.

Ich gönne mir den Luxus. Begleitet von bitterbösen Blicken deutscher Wartender führt mich die junge Dame an allen vorbei zum Check In Schalter. Als die ersten Zuschauer maulen, bietet sie auch Ihnen die „Priority“. Keine Reaktion. Meckern macht mehr Spaß als zahlen.  Mit der Bordkarte geht es an einen anderen Schalter zum Einchecken meines Koffers. Das Spiel wiederholt sich. Am „Swisspoint“-Schalter auf der anderen Seite der Halle zahle ich meine 12 Euro und das war’s. Während die anderen weiter auf den Check In warten sitze ich vor dem Terminal in der Frühlingssonne.

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P.S.: Thomas Cook / Condor hat für den Beitrag nichts bezahlt. Die wissen gar nichts davon. Eine gute Idee lobe ich gerne auch ohne Gegenleistung.

Greek Driving oder Du bist wie Du fährst

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Iraklion. Für die Fahrt nach Lentas im einsamen Süden Kretas habe ich mir für 40 Euro / Tag ein Auto gemietet. Punkt zehn Uhr steht ein junger Mann, Mitarbeiter des Vermieters Auto Club, mit einem Klemmbrett in der Hand in der Hotellobby und führt mich freundlich lächelnd zu einem mit reichlich Spachtel renovierten Chevrolet Spark vor der Tür. Auf dem Sitzen haben schon einige Leute ausgiebig gespeist. Damit mir der Vermieter die Macken nicht in Rechnung stellt, fotografiere ich sie  mit dem Handy fotografiert. Der junge Mann schaut mich verwundert an. „Kein Problem. Wir wissen das doch“, versichert er mir in recht gutem Englisch.

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Der Tank sei knapp halb voll. Wenn ich das Auto ungefähr so betankt zurückgebe, sei alle in Ordnung. Ich könne den Wagen auf dem Parkplatz seiner Firma vor dem Flughafen abstellen und den Schlüssel unter den Teppich legen. Er zeigt auf die Fußmatte vor dem Fahrersitz und nickt mir zu. Alles klar.

Esel auf einem Pick-Up

Der Fahrstil der Leute verrät mir oft eine Menge über ein Land. Verkehrsschilder und Markierungen wie doppelt durchgezogene Linien auf dem Asphalt gelten den meisten hier als dekorative Empfehlungen weit entfernter Behörden.  Wer sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten möchte, fährt auf Landstraßen halb auf dem Standstreifen, so dass normale Autofahrer entspannt überholen können. Die doppelten weißen Linien oder schraffierten Felder in der Fahrbahnmitte nehmen sie dabei unter die Mitte ihres Wagens. Wenn es der Gegenverkehr genauso macht, wird es etwas eng, geht aber auch.

Wer sich in den fließenden Verkehr einfädeln möchte, wird von den anderen Fahrern eingelassen. Man bremst, beschleunigt, winkt sich zu, bis es passt. Spurwechsel lassen sich so entspannt bewerkstelligen, selbst es auf dem letzen Meter vor der Ausfahrt, die ich sonst verpasst hätte.

Ein Parkplatz ist dort, wo ein Auto steht. Die anderen umfahren geschickt jedes Hindernis. Vor dem Flughafen tut es auch eine rund einen Meter tiefe Abwasserrinne. Die Fahrer haben ihre Wagen so geparkt, dass sie die Rinne überbrücken. Ein Auto steht über einem tiefen Graben, ein Rad auf der linken, das andere auf der rechten Seite.  Wie sind die da hin gekommen?

Einen TÜV gibt es hier auch. Auf den Nummernschildern kleben die gleichen Plaketten wie in Deutschland. Viele Autos bekommen die Plakette anscheinend dafür, dass sie beim Aufkleben nicht auseinander fallen.  „Durch den TÜV kommt hier fast jeder“, antwortet mir ein hier lebender Deutscher auf meine Frage nach dem Zusammenhang zwischen TÜV-Plakette und Zustand des damit ausgezeichneten Autos. Über Griechenland schimpft er, mag sich von seinem Haus in einem kleinen Bergdorf aber nicht trennen. Im Gegenteil. Inzwischen verbringt er dort die meiste Zeit seines Lebens. Er liebt die Landschaft, das Licht und die Menschen. Staat und Bürokratie seien desorganisiert, undurchschaubar und chaotisch. Regeln erkenne er weder auf der Post noch beim Finanzamt oder der Baubehörde. Alles dauere lange, sei kompliziert, „aber am Schluss klappt das Meiste irgendwie doch“. Auf der Straße läuft es ganz ähnlich.

Blick auf Lentas, Kreta, 26.4.2015

Lentas im Süden Kretas

Europa im 21. Jahrhundert

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Düsseldorf. Kurz nach dem Start meldet sich der Pilot der #aegeanair per Durchsage. Sein Gesicht erschein kurz nach dem Start auf den Bildschirmen über den Sitzen mit einem freundlichen Willkommensgruß. Ein junger, glattrasierter Mann, könnte fast als Model in einer Aftershave-Werbung durchgehen. Mein erster Gedanke: Er sieht dem Ko-Piloten nicht unähnlich, der vermutlich den germanwings-Flug am 24. März zum Absturz gebracht haben. Fliegen fühlt sich für mich seitdem anders an.

Dann kommt die Info über die Flugstrecke: „Wir fliegen über Süddeutschland Österreich, Kroatien, Bosnien und Skopje in den griechischen Luftraum zum Mazedonischen Flughafen von Thessaloniki“. Das früher jugoslawische Mazedonien gibt es nach griechischer Lesart nicht, weil die Nordprovinz Griechenlands den gleichen Namen trägt. Ich dacht, dass Europa im 21. Jahrhundert andere Probleme hätte….

Nizza: Die Schöne und das Meer

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Nizza wandelt sich: Der betongraue Busbahnhof ist schon lange einem Park mit Wasserspielen gewichen. Die einst chronisch verstopfte Hauptstraße Avenue Jean-Médecin wurde zur Fußgänger- und Shopping-Meile. Zwischen Hafen und Innenstadt wächst ein neues Künstler- und Ausgehviertel heran und die berühmte Uferstraße Promenade des Anglais hat zwei ihrer Fahrspuren an Flaneure, Radfahrer, Jogger und Skater abgetreten. Entdecken lässt sich Nizza, La Bella – die Schöne, am besten zu Fuß oder mit der spacig-silbernen Tram. Die nehme ich.

© Robert Fishman

Silberne Ufos gleiten durch die Stadt… weiterlesen

Dicke Dinger in Berlin

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Berlin. Die Dinger sind dick, gelb und kommen, wann sie Lust haben. An den Haltestellen hängen Fahrpläne: Sehr dekorativ. Einsteigen, Handy zücken, App aufmachen um das (Online-)Ticket vorzuzeigen. Kommentar des Busfahrers: „Hab ick keene Zeit für, jehnse rin“. Ok, Danke….Busfahren in Berlin hat Unterhaltungswert: „Idiot, bin ick zu kleen oder warum siehste mir nich“, flucht der Steuermann des Doppeldecker-Busses, als ihm ein Auto den Weg abschneidet. Seine Wut kommt auch in der letzten Reihe gut an …. .

Foto: Robert B. Fishman

…..auf der Rückfahrt ein Sprint, damit ich den anfahrenden M46 am Zoo noch erwische. Der Busfahrer hält noch mal für mich. Kommentar, als ich einsteige: „Wenn se sich vor den Bus schmeißen, hält er garantiert noch mal.“ Hat aber auch so geklappt. Danke! Handy Ticket gucken? „Nee, is schon jut“.

Foto: Robert B. FishmanHinten unterhalten sich zwei ergraute Frauen über das Altern. Eine berichtet von ihren Verfallserscheinungen. Die andere: „Mach Dir doch so Bälle da rin, wie er et uns jestern jezeigt hat“. Die Erste: „Naja, solange ick mir damit noch bewejen kann…“

Gute Fahrt….

Licht, Blumen und Lebensfreude

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Foto: Robert B. FishmanNizza. Während es in Deutschland noch kalt und grau ist, tanzen die Menschen zum Karneval in Nizza Ende Februar fröhlich in einem Meer von Licht, Farben und Blumen. In diesem Jahr gab es zusätzlich den ersten schwul-lesbisch-LGBT Queernaval-Umzug. Ein fröhlich-buntes Fest für alle. Weiter so.

Foto: Robert B. Fishman

Der Reporterin der Lokalzeitung „Nice Matin“ hat meine Freude am Tanz mit den phantasievollen Figuren gefallen:

Nce_matin

Reisen und damit Geld verdienen? Teil 1 – Wie bekomme ich die Jobs

gute Tipps zum Jobben und Arbeiten auf Reisen

World Whisperer

Schon seit 7,5 Jahren habe ich Deutschland den Rücken zugedreht und arbeite mich seitdem durch die Welt. Bis jetzt bin ich durch die unterschiedlichsten Weisen an diese Jobs gekommen.
In diesem Bericht möchte ich euch erzählen wie ich an meine Jobs ran gekommen bin um euch einen kleinen Einblick zu geben, was es für Möglichkeiten gibt.

Dabei waren es gar keine typischen Backpacker Jobs. Natürlich bin ich in Neuseeland auch diverse Früchte pflücken gewesen, habe in Fabriken gestanden und faule Äpfel sortiert und Weinreben geschnitten.

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