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Städte, Hotels, Fluggesellschaften, Tourismusbüros oder auch die Mietplattform airbnb unterstützen Journalistenreisen mit kostenlosen Flugtickets und Übernachtungen. Verlage und Sender verlassen sich darauf. Sie zahlen keinen Cent für Recherchereisen. Die Honorare decken die Reisekosten nicht. Ohne die Unterstützung gäbe es kaum Reisereportagen und -berichte in den Medien. Bisher hat noch niemand versucht, auf meine Reportagen und Berichte Einfluss zu nehmen. Trotzdem weise ich auf die Unterstützung hin. Mein Versprechen: Ich werde nichts loben, was mich nicht überzeugt – selbst wenn ich es geschenkt bekommen habe.
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Die Kosten für die wunderbare Wohnung, die ich nun für vier Tage in Riga habe, übernimmt das Vermittlungsportal airbnb. Weltweit bieten Leute ihre Wohnungen, die sie gerade selbst nicht brauchen, auf der Internetplattform airbnb (wimdu.de und 9flats.com funktionieren im Prinzip genauso) zur Vermietung auf Zeit an. Wer sich auf der Seite angemeldet hat, kann direkt buchen. Die Hoteliers werfen den Plattformen vor, dass sie ihnen das Geschäft kaputt machen und Städte wie Hamburg, Berlin und New York wollen diese Art der (Unter-) Vermietung verbieten. Die so belegten Wohnungen fehlen denen, die eine Bleibe auf Dauer suchen. Andererseits können sich Einheimische Geld verdienen, indem sie ihre Wohnung oder einzelne Zimmer auf diese Weise (unter)vermieten. Nicht nur hier in Lettland, wo die Preise schneller steigen als die Einkommen (durchschnittlich rund 700-800 Euro im Monat bei Preisen fast wie in Westeuropa) brauchen viele das Geld dringend.

Das Flugticket hat mir die air baltic zur Verfügung gestellt. Als meines wissens einzige Fluggesellschaft setzt air baltic Journalisten sogar in die Business Class. In den kleinen Bombardier-Propellerfliegern reisen die Passagiere auf den selben Stühlen wie in der Economy. IMG_0306 Das – tatsächlich hervorragende – Essen allerdings bekommen nur die Business-Passagiere ohne Aufpreis.

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