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Auf der iberischen Halbinsel ist der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Viele durch die Krise von Arbeitslosigkeit Betroffene haben sich ein neues Standbein im Tourismus geschaffen. Selbst die Krise lässt sich touristisch vermarkten

von Robert B. Fishman
Chema hat es geschafft, Ana auch. Der eine hat in Málaga eine Sprachschule eröffnet, die andere in Valencia eine Fahrradvermietung mit Stadtführungen und vielen weiteren Angeboten. Im Tourismus, Spaniens wichtigstem Wirtschaftszweig, finden junge Gründer/innen immer wieder Marktlücken.

Entspannt sitzt José Maria Casero Martin de la Hinochoza im Garten seiner Sprachschule. Weil sich kein Ausländer seinen langen Namen merken kann, nennt sich der fröhliche 35-Jährige mit dem schon etwas angegrauten Bart schlicht Chema. Für einige der rund 30 Sprachschulen im Seebad Pedregalejos am Stadtrand von Málaga hat er einige Jahre lang Ausflüge und die Unterbringung der Schüler/innen in einheimischen Familien organisiert. Dort hörte er häufig, dass die Kunden mit den Kursen nicht zufrieden waren: zu große Klassen, Frontalunterricht. „Ich habe die Schulleitungen immer wieder darauf angesprochen. Vergeblich“, sagt Chema im Rückblick auf die Zeit, als er sich als Ein-Mann-Unternehmen mit Dienstleistungen für Sprachschulen und Kneipenjobs finanzierte.

Ausflüge zu unbekannten Orten

Der nächste Schritt lag nahe. Der Betriebswirt und Touristiker Chema kam auf die Idee, selbst eine Sprachschule zu gründen und entwickelte einen Geschäftsplan. Sein Konzept: maßgeschneiderte Kurse für Gruppen. „Das gab es bisher hier nicht.“ Während eines Auslandssemesters in München hatte er Deutsch gelernt. So fuhr er mit seinem Konzept nach Österreich, um für seine Kurse zu werben: „Ich habe dort Schulen und Reiseagenturen abgeklappert und den Lehrern erklärt, was wir anders machen als die anderen Sprachinstitute.“ Mit Erfolg. Viele Unzufriedene… weiter bei verdi publik

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