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Inspirierender als das Reisen selbst sind für mich die Begegnungen mit bewegten und bewegenden Menschen. Dazu verhilft mir oft eine Internetrecherche, der Gang mit offenen Augen und Ohren durch eine Stadt, schlicht das Glück, gerade zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein oder eine Mischung aus alledem. Hier nun meine Radio-Reportage über Roma in Oslo, die aus solchen Begegnungen entstanden ist:

Am 18.7. hat WDR 5 meinen Beitrag über die Roma in Oslo gesendet, aber leider nicht online gestellt. Als mp3 zum Nachhören gibt es das Stück hier. Falls der Link nicht (mehr) funktioniert bitte ich um Nachricht, Danke!

Norwegen gilt vielen als besonders großzügig gegenüber Einwanderern. In den 70er Jahren nahm das Land zum Beispiel Tausende Pakistani auf. Die meisten sind inzwischen gut integriert Die Roma aus Bulgarien und Rumänien allerdings, die auf den Straßen Oslos betteln, würde die Stadt am liebsten schnell wieder los werden. In einer Umfrage der größten norwegischen Zeitung Aftenposten nannten die meisten Befragten die Bettler und den Müll das größte Ärgernis auf den Straßen der Hauptstadt.Familie Uhlig mit Mariana

Im Mai verbot der Stadtrat das Übernachten draußen und in Autos auf Straßen und öffentlichen Plätzen. Immer wieder räumt die Polizei Zeltlager der obdachlosen Roma. „Betteln“, sagt der junge, smarte Vorsitzende der Konservativen im Stadtrat, sei keine Lösung. Einwanderer seien willkommen. Sie müssten jedoch selbst für sich sorgen. Das allerdings können die Roma nicht. Niemand will einen so genannten Zigeuner anstellen. Wohnungen sind in Oslo knapp und sehr teuer. Die Vermieter wählen unter den vielen Bewerbern normalerweise keine mittellosen Roma.Roma-Demonstration

Um die Not zu lindern sucht der Verein Folk er Folk, Mensch ist Mensch, in Oslo Jobs und ein Haus für die Bettler. Gemeinsam mit ihnen gibt er eine Straßenzeitung heraus…. 

 

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