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Kopenhagen. Das Wakeupcopenhagen Hotel im trostlosen Hinterland des Kopenhagener Hauptbahnhofs holt das das Ryanair-Prinzip auf den Boden und in die Hotellerie: Minimaler Service (Massenabfertigung wie an einem großen Flughafen) und alles kostet extra. Im Aufzug bietet ein Aushangtext großzügig an, dass man für 20 dänische Kronen (ca. 3 Euro) Gepäck im Gpäckraum abstellen könne. (habe ich noch nie erlebt, dass ein Hotel für die Gepäckaufbewahrung Geld verlangt)

Alle Türen zu den  Terrassen und Außenanlagen sind verriegelt. Große Warnschilder verkünden, dass „das Öffnen der Tür umgehend Feueralarm“ auslösen werde. Wer Frühstücken will, muss erst eine Etage tiefer an Rezeption einen Frühstücksgutschein  kaufen. Dafür gibt es dann Brot, Brötchen, Wurst, Müsli und ein paar Äpfel oder Birnen,  alles eher sehr überschaubar.

Der Unterschied zu Ryanair: Die Flüge dort sind meist wirklich billig, die Übernachtungen hier nicht. Aktuell geht es bei 1300 Kronen die Nacht los. Das sind 174 Euro für ein winziges Zimmer, dessen Fenster sich nur einen ganz kleinen Spalt öffnen lässt. Duschen geht nur bei geöffneter Duschtür. Alles nicht schlimm, wenn die Zimmerpreise dem entsprechen würden. Was mich am meisten wundert: Das Konzept scheint zu funktionieren: Die Hütte ist rappelvoll.

Nun wollt Ihr bestimmt wissen, warum ich denn hier bin, wenn ich so viel zu meckern habe. Mein Glück: Visit Copenhagen hat einen Teil der Übernachtungskosten für meine Recherchereise hier übernommen (dafür nochmal herzlichen Dank) und die haben – aus mir nicht bekannten Gründen – dieses Hotel ausgesucht.

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